Der Begriff Integration, eine kritische Auseinandersetzung

„Für uns heißt, dass jemand integriert ist, nicht, dass er saufend mit euch Biertisch sitzt.
Eure Riten und Bräuche interessieren uns nicht.“ (Avoc Absoluth – Biertisch). Dieser Satz
beschreibt ziemlich gut, was Integration bedeutet. Immer wieder kommt es im Alltag zu
Sätzen wie „Integration ist das A und O.“ oder „Nur, wer sich integriert kann in Deutschland
bleiben!“. Nicht selten kommt es zu unschönen Diskussionen oder Streitigkeiten.
Wir wollen in unserem Vortrag den Begriff Integration in den Fokus nehmen und kritisch
betrachten. Woher kommt der Begriff? Was bedeutet er? Wieso ist er so präsent? Was
bedeutet er für die (pädagogische) Praxis? Diese Fragen wollen wir mit euch diskutieren und
ein Ausblick auf Alternativen zu Integration, Anpassung und vorherrschende Verständnisse
von Kultur und Differenz geben.

Solidarity Cities: rebellische Städte gegen Ausgrenzung und Abschottung?

 Solidarity Cities folgen der Idee einer Stadt, in der sich alle frei und ohne Angst vor Abschiebung bewegen können. In der alle Bewohner*innen gleichermaßen am öffentlichen Leben und an den Institutionen teilhaben – egal, welchen Aufenthaltsstatus sie haben. Sie stellen den Versuch dar, die städtische Politik der Realität der Migration anzupassen und das Recht auf Stadt für alle, unabhängig vom Aufenthaltsstatus im Sinne einer Stadtbürger*innenschaft, zu realisieren. Inwieweit kann es so gelingen auf lokaler Ebene das Grenzregime zu unterlaufen und Fragen von Zugang und Teilhabe neu zu stellen? Die Interventionistische Linke [iL*] Köln wird das Konzept vorstellen, Beispiele aus der politischen Praxis geben und eine politische Einbettung vornehmen, um dann gemeinsam zu diskutieren.

Einführung in die Seenotrettung

Bereits in den ersten 6 Wochen des neuen Jahres sind mindestens 390 Menschen auf den Mittelmeerrouten zwischen Europa und Afrika ums Leben gekommen (IOM). Sie sind auf der Flucht ertrunken. Während die Europäische Union weiterhin auf Abschottung und Abschreckung setzt, gibt es eine zivile Bewegung, die der Grund dafür ist, dass einerseits nicht wesentlich mehr Menschen den Tod gefunden haben und dass andererseits die Öffentlichkeit weiterhin über die Vorgänge auf dem Mittelmeer informiert ist wird. Verschiedene Hilfsorganisationen arbeiten in der zivilen Flotte, der #NoBorderNavy, tagein tagaus nicht nur an der Rettung von Menschenenleben sondern auch an der Information über die politische und soziale Situation der Geflüchteten auf den unterschiedlichen Routen. 
 Am Samstag werden sich verschiedene Organisationen vorstellen, von ihrer Arbeit berichten und sich natürlich euren Fragen stellen! Werdet Teil der Bewegung! Für ein #RechtAufFlucht #SafePassages #FerriesNotFrontex und #SeenotrettungIstKeinVerbrechen
Boote im Hafen
Mission Lifeline

No Borders Morocco

No Borders Morocco ist ein Zusammenschluss von Aktivist*innen aus Europa
und Subsahara-Afrika, deren Ziel es ist Migrant*innen an der
marokkanisch-spanischen Grenzen in ihren Kämpfen unterstützen. Einmal in
konkreter Solidarität im Grenzgebiet, aber auch in der Dokumentation und
anschliessender Publikation in Europa. Im Vortrag werden wir über die
aktuelle Situation vor Ort berichten.

Alarmphone

Das Watch the Med – Alarmphone ist ein transnationales Netzwerk von
Aktivist*innen, die seit 2014 eine Notrufnummer für Migrant*innen, welche
bei ihrer Überfahrt übers Mittelmeer in Seenot geraten, betreiben. Die
Nummer kann rund um die Uhr angerufen werden um die Küstenwache zu
alarmieren und die Rettung zu überwachen. Die Schichten am Telefon werden von ungefähr 150 Aktivist*innen in
16 Ländern rund ums Mittelmeer organisiert. Neben den Telefonschichten betreiben die Aktivist*innen
Recherche und bringen Publikationen rund um das europäische Grenzregime heraus.
Im Vortrag wird auf die aktuelle Situation rund ums Mittelmeer sowie auf
die Möglichkeiten der transnationalen aktivistischen Intervention
eingegangen.